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Naturliebhaber finden in Heidenburg noch einige extensiv genutzte Wiesen mit einer Vielfalt an Blumen und Gräsern sowie Streuobstwiesen, teilweise mit altem Baumbestand.

Sie sind nicht nur eine Augenweide für Spaziergänger und Wanderer, sondern wertvolle Lebensräume für (Wild-)Bienen, Schmetterlinge, Käfer und Vögel. Hoffentlich bleiben diese schützenswerte Biotope noch lange erhalten.

Besonders interessant sind die Mager- und Feuchtwiesen, auf denen ein breites Spektrum von Blumen vorkommt.

Magerwiesen: Schlüsselblumen, Ehrenpreis, Margariten, Ackerwitwenblumen, Steinbrech, Glockenblumen,
                       Kleiner Wiesenknopf, Teufelsabbiss, Klappertopf, Berg-Platterbsen, Echtes Johanniskraut ...

Feuchtwiesen Sumpfdotterblumen, Wiesenschaumkraut, Kuckucks-Lichtnelken, Seggen, Knabenkraut-Gewächse ...  


Extensiv bewirtschaftete Wiesen zählen zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas, hier leben mehr als die Hälfte aller in Deutschland vorkommenden Tier- und Pflanzenarten.  

Blumenwiese mit Kreuzblümchen und Kleinem WiesenknopfBlumenwiese mit Kreuzblümchen und Kleinem Wiesenknopf

Doch diese sind gefährdet.

Durch die Intensivierung der Landwirtschaft, vor allem aber durch die wachsende Biosprit- und Biogasproduktion, verschwinden immer mehr Blumenwiesen. Wo noch vor Jahren bunte Blumen blühten, sieht man nur noch Maismonokulturen. Immer mehr für den Naturschutz wertvolle, artenreiche Flächen werden auf Kosten der biologischen Vielfalt in Ackerland umgewandelt.

Zwischen 2003 und 2009 hat die Grünlandfläche in Deutschland um etwa 4,5 Prozent abgenommen. Mehr als 200.000 Hektar wurden deutschlandweit umgepflügt, das entspricht fast der Fläche des Saarlandes.

Nicht nur die Naturschutzverbände (z.B. BUND oder NaBu), auch das Bundesamt für Naturschutz und das Bundesumweltministerium warnen inzwischen vor der anhaltenden Vernichtung dieser artenreichen Wiesen
(vgl. Grünland-Report des Bundesamtes für Naturschutz vom 02.07.2014).